Blog #003 Atemübung. Beobachte Dich beim Atmen

Ich habe heute eine Atemübung für dich vorbereitet. Ich hoffe, du hast die letzte Folge gehört. Wenn nicht, auch nicht schlimm. Aber mit unseren heutigen Atemübungen würde ich gerne an die letzte Folge anknüpfen. Es ging darum, dass du dir nicht alles glauben sollst, was dein Verstand dir so an Geschichten den ganzen Tag lang erzählt. Die Lösungsmöglichkeit war, dich von deinem Verstand zu distanzieren und dir sozusagen beim Denken zuzuschauen. Und das würde ich heute gern mit dem Atem verknüpfen, indem ich eine Atemübung vorstelle, in der du genau das tust. Als erstes eine Möglichkeit, um Distanzierung zu üben. Wir legen direkt los.  

Bitte setze oder lege dich bequem hin und sorge dafür, dass du die nächsten Minuten ungestört bist. Kreuze bitte weder deine Beine noch deine Füße. Sieh zu, dass du guten Bodenkontakt hast und nimm erst einmal wahr, wie dein Atem fließt, wie er in den Körper einfließt und wie er den Körper wieder verlässt. Nimm bitte wahr, wie er beim Einatmen den Brustkorb weitet und wie sich der Brustkorb beim Ausatmen wieder zusammenzieht. Danke deinem Körper einmal kurz dafür, dass deine Atmung so gut funktioniert, so ganz ohne dein aktives Zutun….. 

 Wir nehmen das als selbstverständlich hin, aber das ist es nicht. Das wissen insbesondere die Menschen, die unter chronischen Erkrankungen wie Asthma leiden, also sage Danke an deinen Körper. Dafür dass dein Atmen so mühelos funktioniert. Schau ihm liebevoll dabei zu, wie er einatmet und ausatmet. Vielleicht kannst du auch Geräusche wahrnehmen. Oft macht unser Atem ein rauschendes Gefühl, ein rauschendes Geräusch, ein Rauschen während er durch die Nase in den Körper einfließt. Und oft gibt es auch ein Geräusch, wenn der Atem den Körper durch Mund oder Nase wieder verlässt. Du kannst dir auch innerlich vorstellen, wie jedes Einatmen frische Energie in deinen Körper hineinbringt. Und beim Ausatmen wieder entweichen lässt. Du brauchst deinen Atem nicht beeinflussen. Dein Körper weiß genau wie tief deine Atmung grad sein sollte. Er macht diese Arbeit von ganz allein.  

 Wie bei jeder Entspannungsübungen, kann es sein, dass gerade Gedanken kommen und gehen und das ist in Ordnung so. Sei freundlich mit dir und deinen Gedanken und komm immer wieder zum Atem – deinem Anker – zurück. Und konzentriere dich wieder auf die Geräusche, die dein Atem macht, auf die Bewegung, die dein Atem mit deinem Brustkorb macht. Du nimmst einfach diesen ständigen Wechsel von Einatmen und Ausatmen wahr.  

 Beobachte dich beim Atmen. Stell dir vor, du stehst neben dir und siehst dir jetzt zu. Du sitzt oder liegst mit vermutlich geschlossenen Augen und genießt die Ruhe, die mit diesem Bild einhergeht. Denn immer dann, wenn unser Atem einfach nur unbeschwert fließen darf, signalisieren wir unserem Körper „Es ist alles gut. Du kannst dich entspannen. Du bist in Sicherheit.“ So kannst du dieses Bild neben dir stehend anschauen. Du betrachtest dich liebevoll, denn diese Zeit, die du dir jetzt gerade nimmst, ist Zeit für dich selbst. Zeit für dein Wohlbefinden. Du kannst dir dafür danken, dass du dir diese Zeit genommen hast. Und mach dir noch einmal bewusst, wie der Atem deinen Brustkorb bewegt. Stell dir vor wie frische Energie in deinen Körper einfließt und wie alte Schadstoffe abtransportiert werden. Signalisiere deinem Körper über eine ruhige Atmung „Es ist alles gut. Du kannst entspannen. Du bist in Sicherheit.“  

Und dann bereitest du dich langsam darauf vor, dass diese Übung gleich zu Ende ist.  

Fange ganz langsam an Arme und Beine zu bewegen und zurückzukommen. Wenn du wieder im jetzt und hier bist und dir danach ist, dann öffne langsam deine Augen.   

Sollte diese Übung heute noch nicht geklappt haben, sei bitte nicht enttäuscht. Es ist oft so, wenn wir versuchen aus einer gestressten Situation in den entspannten Zustand zu kommen, dass unser Verstand verrückt spielt und uns ganz viele Gedanken schickt. Vielleicht erinnerst du noch, welche Gedanken dein Verstand dir geschickt hat, während du versucht hast in der Atemübungen zu bleiben. Sei liebevoll mit dir selbst und auch mit deinem Verstand. Erkenne an, dass das nicht so einfach ist und nimm dir vor, immer mal zwischendurch diese Situation zu üben.   

Es gibt übrigens tolle Apps am Markt ,die das unterstützen können. Sie erinnern dich und machen dir regelmäßig Vorschläge für Atemübungen oder kurze Meditationen. Ich bin ein großer Fan davon, denn das ist das, was das Handy für uns tun kann. Ich möchte dir an dieser Stelle auch keine besondere App empfehlen, finde du da deinen Weg. Guckt dich ein bisschen um, experimentiere und finde heraus, was zu dir passt oder höre diese Podcast-Folge wenn dir danach ist. Auch diese Folge ist nichts anderes als eine geleitete kurze Meditation mit Atem Fokus.  

 

Ich wünsche dir einen wirklich wirklich schönen Tag und danke dir, dass du hier zugehört hast. Falls diese Übung hilfreich für dich war, freue ich mich natürlich auch, wenn du sie teilst.  

 

Ich wünsche dir einen wunderschönen Tag und wie toll, dass du dir heute die Zeit genommen hast und diese Übung für dich gemacht hast.  

 

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