Blog #011 – Stärke Dich mit positiven Affirmationen

Affirmationen- Was ist das überhaupt? Affirmationen sind Sätze. Sätze, die wir in Gedanken oder auch laut aussprechen können. Und wenn du meinen Podcast schon länger verfolgst, dann weißt du, dass Gedanken – also innere Sätze – unsere Gefühle maßgeblich beeinflussen. Da gibt es eine ganz enge Wechselwirkung. Das ist in vielen Fällen problematisch. Aber bei den Affirmationen machen wir uns diesen Mechanismus zu nutze.

Affirmationen sind eine gute Möglichkeit unsere Gefühle zu beeinflussen. Am Anfang ist dieser Prozess vielleicht ein bisschen hölzern. Weil du anfängst, dir bestimmte Sätze immer wieder vorzutragen. Mehrfach am Tag. Mit der Zeit lernst du diese Sätze auch zu fühlen. So dass dein Gefühl mit diesen Gedanken in Einklang kommt. Das erfordert etwas Übung und etwas Training. Aber daran soll es nicht scheitern, oder? Es geht ganz leicht. Leg‘ dir die Affirmationen auf deinen Nachttisch. Oder als Handy-Screen. Häng‘ sie dir an den Spiegel. So dass du sie beim Zähneputzen siehst. Häng‘ sie dir neben dein Bett. Oder was auch immer dir einfällt. Du solltest sie möglichst oft am Tag sehen. Bevor wir jetzt schon zu genau darüber reden, wie du anfangen kannst, schauen wir uns an, welche Affirmationen es überhaupt gibt.

Affirmationen sind Gedanken. Und zwar positive Gedanken. Eine meiner Lieblingsaffirmationen ist In der Ruhe liegt die Kraft. Sprich diesen Satz doch einmal innerlich, in Gedanken nach. Wenn du allein bist, kannst du ihn auch einmal laut sagen. Langsam. Versuch seine Wirkung zu fühle. In der Ruhe liegt die Kraft. Das ist eine Affirmation, die mir immer dann hilft, wenn ich hektisch werde und unter Stress komme. Immer dann, wenn ich versuche, Dinge gleichzeitig und schnell zu erledigen. Das passiert mir im Alltag immer wieder. Dann gehe ich auf diese Affirmation zurück. Ich sage sie zu mir selbst. Tröstend, als Beistand, um mir den Druck zu nehmen. Und dann nehme ich mir einen Moment um nachzuspüren und die mit dem Satz mittlerweile antrainierte innere Haltung zu aktivieren.

Es gibt zu allen möglichen Problemen passende Affirmationen. Du weißt am besten, was deine Themen sind und mit welchen Gefühlen Du im Augenblick am meisten strauchelst. Ein ganz typisches Feld: die Liebe -ein Gefühl, was wir alle mögen, nach dem wir uns sehnen. Wenn wir keine Liebe erleben oder wenn sie beschädigt wird, kann sie viel Schmerz verursachen. Es geht um Selbstliebe, aber auch um Liebe von anderen. Eine ganz tolle Affirmation, finde ich, ist der Satz: Ich liebe und akzeptiere mich so wie ich bin.
Vielleicht musst du die Formulierung ein Stück weit verändern, um sie für dich passend zu machen. Zum Beispiel Ich liebe und akzeptiere mich bedingungslos und vollständig. Du siehst, es liegt in der Formulierung. Mach‘ den Satz zu deinem Satz. Finde deine Affirmation zur Selbstliebe. Andere Beispielsätze zum Thema Liebe:

Ich liebe mich und deshalb begegne ich allen anderen Menschen liebevoll. Liebe erfüllt mich.

Ich bin liebenswert.

Ich liebe mich und ich bin es wert geliebt zu werden.

 

Wenn wir jetzt eher auf das Thema Beziehung und Partnerschaft schauen, könnten die folgenden Affirmationen hilfreich sein:
Andere Menschen lieben und respektieren mich so wie ich bin.

Ich akzeptiere meinen Partner so wie er ist und ich werde so akzeptiert wie ich bin.

Gegenseitiger Respekt ist der Schlüssel zum Glück.

 

Wenn du zum Beispiel viele gesundheitliche Themen hast, wären sehr knackige Affirmationen:

Ich bin gesund.

Ich bin dankbar für all das was mein Körper kann.

Ich achte auf die Botschaften meines Körpers.

Ich atme tief ruhig und entspannt.

Du siehst, es gibt ganz unterschiedliche Schwerpunkte, die du setzen kannst. Wenn du mehr Ideen brauchst, schau’ in die Shownotes. Da verlinke ich hilfreiche Homepages, die mehr Beispiele beinhalten.

 

Ein weiterer Bereich, in dem viel mit positiven Affirmationen gearbeitet werden kann, ist das Thema Erfolg. Viele Menschen definieren Erfolg anhand von Geld. Also könnten mögliche Affirmationen sein:
Ich bin reich.
Mein Leben ist erfüllt und reich.
Jeder Tag bringt mir wundervolle Möglichkeiten.
Das Jahr hat mindestens 365 Möglichkeiten.

Auch diesen Satz kann ich zu einer Affirmation machen, um ein bestimmtes Gefühl und eine innere Geisteshaltung damit zu verknüpfen.

 

Wenn du viel mit Ängsten zu tun hast, so geht es in den Affirmationen eher um das Thema Mut und Vertrauen.

Ich bin gut genug.

Ich kann mich auf mich verlassen.

Ich nehme meine Welt so wie sie ist.

Im Kölschen Grundgesetz steht Es ist wie es ist.

Ich bin wunderbar.

Ich erschaffe mein Leben.

Ich bin vollkommen so wie ich bin.

Ich werde täglich besser zum Umgang mit Fehlern.

 

Du siehst, es gibt eine Fülle an Möglichkeiten und Schwerpunkten für Affirmationen. Warum müssen wir das überhaupt trainieren? Es klingt doch so logisch. Leider ist es so, dass wir mit uns nicht immer in einer positiven, zugewandten, in einer tröstenden Art und Weise sprechen. Das ist sehr schade denn wenn es jemanden gibt, der uns ermutigen sollte, dann bist du das selbst. Du erwartest das von deinen Freunden, vielleicht von deiner Familie. Sie sollen dich unterstützen, dir gut zureden. Das ist auch nachvollziehbar. Nur, es ist wichtig, dass auch du so mit dir umgehst. Stattdessen stelle ich fest, dass die Menschen, die zu mir in die Praxis kommen, sich eine andere Art des inneren Dialoges angewöhnt haben. Da ist zum Beispiel die Stimme des Schwarzsehers: Es wird sowieso nicht klappen. Lass das lieber gleich sein. Das kriegst du nicht hin.  Oder du bist dumm. Du bist hässlich. Du bist nicht liebenswert. Keiner mag dich. Die Menschen haben sich angewöhnt, so mit sich zu reden. Gerade wenn sie sich schon länger mit negativen Emotionen rumschlagen und versuchen aus diesem Tief herauszukommen, reden sie mit sich manchmal auf eine Art und Weise, die ich kaum aushalten kann. Zu jemand anderem wären sie nie so gemein wie zu sich selbst.

Deswegen stell‘ dir doch mal die Frage: Wie redest du eigentlich mit dir? Wie redest du über deine Situation, über deine Thematik? Über deinen Entwicklungsprozess, in dem du gerade bist? Bist du voller Mitgefühl mit dir? Tröstest du dich? Sprichst du dir Mut zu? Nein? – Wieso denn nicht? Deine Strenge, deine Vorwürfe, deine Beschimpfungen bringen dich doch nicht weiter.

Fang‘ an mit positivem Affirmationen zu arbeiten. Entscheide sich in einem ersten Schritt für drei Affirmation, maximal drei. Ich habe Phasen in meinem Leben gehabt, in denen ich nur mit In der Ruhe liegt die Kraft. gearbeitet habe. Es gibt Patienten von mir, die brauchen aber zwei oder drei Affirmation. Das ist gerade in komplexen Situationen sinnvoll, damit man verschiedene Aspekte erwischt. Dann nutze deine Affirmationen im Alltag. Dafür müssen sie sichtbar sein, sie müssen dir ins Auge springen. Häng‘ sie dir an den Spiegel oder neben dein Bett. Stell‘ sie dir auf den Schreibtisch. Nutze den Screen deines Handys. Schreib sie in deinen Kalender. Verwende sie als Bildschirmschoner. Was auch immer für dich gut passt. Sie müssen an Orten auftauchen, an denen sie dir oft am Tag in den Blick fallen. Es gibt im Internet wunderschön gestaltete Bilder mit Affirmation drauf. Vielleicht findest du da sogar deine passende Affirmation. Gemeinsam mit einem schönen Bild. Weil die meisten von uns auf dem visuellen Kanal sehr empfänglich sind. Auch wenn es am Anfang hölzern ist, bitte fange sofort damit an.
Wenn du dir die Affirmation innerlich sagst, halte kurz inne und schaue was für eine Resonanz in dir entsteht. Gib ihr Zeit und Kraft sich zu entfalten. Wenn du zum Beispiel die Affirmation gewählt hast: Ich atme frei und tief. (bei Ängsten sinnvoll) Dann sagst du dir das mehrfach am Tag. Dann nimm einen tiefen Atemzug. Spüre spürst wie dein Atem frei und tief sich in deinem Körper entfalten kann. Trainieren, trainieren, trainieren – wie ein Sportler. Lass dich nicht unterkriegen. Finde deine Sätze. Vielleicht probierst du auch am Anfang noch ein bisschen rum. Dann entscheide dich aber für maximal drei Affirmation, mit denen du intensiv arbeitest. und fange an zu üben.

 

Wenn es schon so ist, dass unser Gehirn uns oft Streiche spielt, dann drehe den Spieß herum und nutze die Kraft unseres Gehirns, die Kraft unserer Gedanken, um dir positivere Gefühle zu verschaffen.
Ich hoffe die Folge hat dir gefallen. Wenn das so ist, teile sie mit der Welt. Facebook ist da ein guter weg. Auch aus itunes und spotify heraus, kannst du die Folge teilen. Je mehr Menschen davon hören, desto mehr können sich mit Affirmationen stärken. Ich danke dir auf jeden Fall, dass du hier warst. Schön, dass du dir heute die Zeit für dich genommen hast. Und dann sage ich wie immer an dieser Stelle Tschüss, deine Sabine.