Blog #026 Fülle Deine Kräfte achtsam in der Natur auf

Die Folge heute möchte ich gerne mit einem Zitat von Wilhelm Busch beginnen.  

Glück entsteht oft durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen, Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge. 

 

Und in diesem Sinne möchte ich heute gerne mit dir über die Natur sprechen. Wenn du mir auf den sozialen Medien folgst, weißt du, dass ich gerade in Südafrika bin. Und wenn ich ganz ehrlich bin, es gibt kaum ein Land, in dem ich mich der Natur näher fühle. Ich liebe auch Deutschland, ich liebe Österreich und Europa. Aber das hier ist schon etwas ganz Besonderes, weil man diese Wechsel in der Natur hat. Die Natur selber ist so wichtig, weil sie für uns ein Quelle ist, an der wir unsere Kräfte wieder auffüllen können. Die Natur steckt voll mit Ressourcen und ist ein unheimlich guter Weg, sich wieder zu erholen. Sich zu entspannen. In einen besseren Kontakt mit sich selbst zu kommen. Diese Folge hier widme ich der Natur und all den Möglichkeiten, die sie uns bietet. Denn sie hat einen großen Vorteil. Sie ist einfach immer um uns herum. Und sie kostet kein Geld. Das heißt, egal in welcher Lebenssituation du bist, die Natur steht dir zur Verfügung. Und ich möchte gerne heute darüber sprechen, welche unterschiedlichsten Möglichkeiten sie bietet. Zum Beispiel das Thema Achtsamkeit zu vertiefen.  

Fangen wir mit dem Meer und dem Wasser an. Es gibt unzählige Studien, die beweisen, dass natürliche Muster unheimlich beruhigend für Menschen sind. Für unseren Geist und für unsere Seele. Das heißt, der Körper reagiert mit Entspannung, wenn du zum Beispiel Wellen beobachtest. Oder eine Wasseroberfläche, die sich vom Wind kräuselt. Wenn du dich darauf konzentrierst und die Veränderung des Lichtes und die Bewegung des Wassers wahrnimmst. Es gibt so viele Eindrücke, die Wasser uns geben kann. Die Welle, die mit einem eindrucksvollen Geräusch unterlegt ist, bedient auch noch den Sinn des Hörens. Und Du weißt vielleicht noch aus der Achtsamkeitsfolge, wie wir uns über unsere Sinne gut im Jetzt und Hier verankern können. Wenn du am Meer bist, dann weißt du, dass das Meer unwahrscheinlich laut ist, wenn es Wellen schlägt. Es macht unablässig Geräusche und deine Augen haben bei den herankommenden Wellen immer etwas zum Festhalten. Es passiert immer etwas Neues. Die Welle kommt, bricht, spült sich aus am Strand und zieht sich zurück. Und meistens haben wir am Strand auch noch den Wind. Wir können ihn auf der Haut, im Haar, im Gesicht fühlen. Wir können unseren Tastsinn nutzen, um uns im aktuellen Moment zu verankern. Das Meer bietet unwahrscheinlich viele Möglichkeiten. Wenn du die Möglichkeit hast, in nächster Zeit ans Meer zu kommen, spür den Wind auf deiner Haut. Höre das Tosen des Meeres und schau an, welche unendlichen Möglichkeiten dir das Wasser bietet. Wenn du eher an stillen Gewässern wohnst, ist es anders, funktioniert aber auch. In Köln zum Beispiel habe ich den Adenauer Weiher, an dem ich immer mit unserem Hund spazieren gehe. Auch dieses Gewässer bietet unendlich viele Möglichkeiten, seine Sinne zu verankern. Vor allen Dingen optisch, wenn sich zum Beispiel die Wolken darin spiegeln. Die Wasseroberfläche, die sich kräuselt. Oder irgendwelche Lichtreflektionen, die stattfinden. Vielleicht manchmal der Dunst, der vom Wasser aufsteigt. Morgens wenn ich im Wald bin, nutze ich den Weiher oft, um mich zu verankern, damit mein Gehorn mir nicht unnütze und unschöne Gedanken „reinreicht“. Wenn du die Möglichkeit hast an einen Weiher, See, Fluß oder Bach zu gehen und dort Achtsamkeit zu üben, dann tu das bitte regelmässig 

 

Das Meer gibt dir aber sogar noch mehr. Das Meer gibt dir Muscheln, bringt dir Steine, hinterlässt dir Muster im Sand. Und du kannst das Meer fühlen, wenn du barfuß am Strand spazieren gehst.  

Warum empfinden manche Menschen das Meer so viel erholsamer und so viel befreiender als einen städtisch geprägten Weiher? Weil es viel mehr Sinne anspricht. Und das ist ja genau das, worauf die Achtsamkeitspraxis abzielt. Möglichst viele Sinne zu binden. Und das schafft das Meer mit einer Leichtigkeit.  

 

Ein Ort, der für mich ebenfalls magisch ist, und wo ich sehr gerne bin, sind die Berge. Als Kind mochte ich die noch gar nicht so sehr. Mittlerweile liebe ich die Berge und sie sind für mich ein Ort der Erholung. Das hat etwas damit zu tun, dass ich mein Gehör hier relativ ausschalten kann. Denn dort ist es oft sehr still. Geräusche kommen eher einzeln vor, nicht wie in der Stadt, wo es ständig rauscht und brummt. Je höher du in den Bergen kommst, desto stiller wird es. Oft gibt es viele Dinge zu erfassen, zu erfühlen In Kontakt mit dem Berg, dem Getein zu gehen ist etwas, was unheimlich kraftvoll ist. Und es gibt natürlich unglaublich viel zu sehen, wenn du oben auf dem Berg bist. Wenn du dich umschaust und das Panorama auf andere Berge hast, ist auch das etwas, was Kraft gibt.
Dann diese vielen Farben von Grün, die Almwiese, die Nadelwälder, die Laubwälder. Es mischt sich so viel. Es sind so viele Töne von Grün, an denen sich das Augen festhalten kann. Wald und Wiese haben natürlich auch ganz eigene Gerüche. Dort oben in den Bergen ist die Luft unheimlich klar. Atme tief und konzentriere dich auf die frische Luft, die einströmt. Auch das ist etwas, was du nutzen kannst, wenn du demnächst einen Urlaub in den Bergen machst. Oder vielleicht wohnst du ja in der Nähe der Berge. Geh raus und spüre mit deinen Sinnen, was die Berge dir zu geben haben. Und über die Berge hab ich auch schon den Wald angesprochen. Auch der Wald ist etwas Gutes, um Achtsamkeit zu trainieren. Es gibt momentan diesen Trend des Waldwanderns. Darüber gibt es ein Buch, was es jetzt sehr hoch in die Bestsellerlisten geschafft hat.  

 

Ja, hilft die Natur dir bei der Lösung deiner Probleme? Nein, die Natur, der Wald, das Meer lösen deine Probleme nicht auf. Sauberes Leid bleibt sauberes Leid. Aber sie unterstützen deinen Heilungsprozess und stärken dich. Sie unterstützen deinen Entwicklungsprozess, weil es Orte sind, an denen du Ressourcen auffüllen kannst. Und deswegen gibt es diesen Trend, dass Menschen sich plötzlich wieder dem Wald mit ganz offenem Interesse zuwenden. Weil sie merken, dass es so unglaublich gut tut, im Wald zu sein. Den Wald zu riechen, den Wald zu fühlen, die Rinde von Bäumen anzufassen, sich mit dem Moos zu beschäftigen, den Geruch aufzunehmen. Gerade wenn man in den Wald geht, nachdem es geregnet hat. Das ist etwas sehr Besonderes, das riecht sehr intensiv.  

Auch das Hören im Wald. Das Rascheln der Blätter, das Zwitschern der Vögel, die im Wald leben. Auch hier kannst du diesen Sinn ganz besonders schärfen und trainieren.  

 

Gehen wir weg vom Wald, hin zu Wiese, Gras, Heu. Vielleicht erinnerst du dich wie schön es war, als Kind auf einer Wiese zu rollen. Oder als Kind im Matsch zu spielen. Das machen wir heute als Erwachsene leider nicht mehr. Aber eine Wiese zu erleben, eine Wiese zu fühlen, sich rein zu legen, die Blüten aufzunehmen und sich zu entspannen, ist etwas ganz Wunderbares. Eine Wiese mit vielen Gänseblümchen zu sehen, ist etwas Tolles. Und manche Wiesen, die besonders dicht sind, fühlen sich beim Darüberlaufen unheimlich gut an. Überleg mal, ob es etwas in deiner Nähe gibt, wo du Wiese oder Heu erleben kannst. Diese Gerüche, diese damit verbundenen Sinneserfahrung, aufnehmen kannst. Etwas was auch überall vorhanden ist, ist der Himmel. Der Himmel ist geprägt von Wolken, Farben, Lichterscheinungen. Es ist ganz wunderbar, sich mit dem Himmel zu beschäftigen. Viele Meditationen nutzen hier auch das Bild der vorbeiziehenden Wolken. Man kann Belastendes drauflegen, was dann weiterziehen kann. Aber auch hier können wir einfach in der Natur sein, uns mit dem Himmel beschäftigen. Schauen, was er uns zu bieten hat. Sonnenaufgänge, Sonnenuntergänge. Und da kommen wir schon zur nächsten Naturerscheinung, die wir nutzen können. Die Sonne ist auch etwas ganz Wunderbares. Sonne kann man auf der Haut fühlen. Sonne macht bestimmtes Licht, Sonne macht Schattenspiele, Sonne wärmt einen. Auch dass es eine Möglichkeit der Achtsamkeit, sich mit der Sonne zu beschäftigen. Und gehen wir direkt weiter, die Natur hat soviel zu bieten. Auch der Wind ist eine Naturerscheinung, die sich anbietet, wenn du irgendwo bist, wo du Wind erlebst. Manchmal nervte einen der Wind regelrecht. Wenn man irgendetwas vorhat, oder man zu kühl angezogen ist. Zieh dich richtig an, geh raus und fühl den Wind. Das Gleiche ist mit dem Regen. Natürlich können wir uns ärgern, wenn es regnet. Und ich ärgere mich manchmal auch, wenn ich mit meinem Hund im Wald bin und es ist super matschig. Er ist hinterher total dreckig und ich muss ihn sauber machen. Aber ganz ehrlich: oft sind Regenspaziergänge wunderschön. Der Regen macht Geräusche. Der Regen fühlt sich auf der Haut auch in einer bestimmten Art und Weise an. Wir sind ja jetzt im Frühling, es kommt bald der Sommer. Gerade ein Sommerregen ist nichts Schlimmes, sondern etwas, das man als ein sehr genussvollen Erlebnis benutzen kann.  

 

Ich habe bestimmt noch etwas in der Natur vergessen. Denk an die Studien zu gleichförmigen Mustern. Wann immer du irgendwo bist, wo die Natur für dich eine Wiederholung abspult, die doch immer ein kleines bisschen anders ist. Wie die Welle, die sich vom Strand zurückzieht und ein Muster im Sand hinterlässt. Wie die Wolken, die am Himmel vorbeiziehen. Das sind alles gute Möglichkeiten um Achtsamkeit zu üben. Geh mit der Natur wieder mehr in den Kontakt. Nimm Erde in die Hand, nimm Steine in die Hand, betrachte Blüten im Detail. Beschäftige dich mit Pflanzen.  

 

Sehen, hören, riechen, fühlen. Das sind die Sinne, die du auf jeden Fall in der Natur antriggern kannst. Du kannst hier Kräfte wieder zurück bekommen. Viele von uns, vielleicht auch du, bevorzugen im Augenblick sich berieseln zu lassen. Sich abends aufs Sofa zu werfen. Auch das ist untersucht worden. Unser Körper reagiert darauf nicht sehr erspannt. Diese ganzen Formen der passiven Erholung, in denen wir uns berieseln lassen, haben nicht den gleichen Effekt, wie ein Spaziergang in der Natur. Ich nehme jedoch an, dass du Kräfte sammeln möchtest. Dass du irgendwie den Kontakt mit dir verloren hast. Dass du weiterkommen, dich entwickeln möchtest. Mit der Natur hast du eine einfache Möglichkeit das zu tun. Und das immer, da sie ja immer um uns herum ist. Zumindest den Himmel kannst du immer sehen. Tiere gehören natürlich auch zur Natur. Deswegen möchte ich dich nun nochmal ermutigen: Nutze du die Natur für dich, mach Spaziergänge, fahr Fahrrad, geh wandern. Geh raus, mach Strandspaziergänge. Nutze das, was die Natur bietet. Alle Untersuchungen, die es gibt, zeigen, dass die Natur Menschen Zufriedenheit spüren lässt Menschen innere Ruhe gibt. Und ich knüpft wieder an das Zitat vom oben an: Glück entsteht durch Aufmerksamkeit in kleinen Dingen. Ich weiß, dass die Natur die großen Probleme, denen du dich vielleicht gerade gegenübersiehst, nicht löst. Unser Befinden hängt ganz oft von den vielen kleinen Glücksmomenten ab, die wir erleben. Die Natur hat die Möglichkeit, uns diese Glücksmomente zu geben. Und der zweite Teil des Zitats Unglück oft durch die Vernachlässigung kleiner Dinge sagt das Gleiche. Wir haben verlernt, uns an der Natur zu erfreuen. Wir wissen Sie gar nicht mehr richtig zu schätzen, nehmen sie fast nicht mehr wahr. Das ist schade, weil uns da eine Möglichkeit entgeht, unsere Akkus wieder aufzuladen. 

Deswegen raus in die Natur! Erleben, anfassen, riechen, hören, fühlen. Alles, was du tun kannst, hilft dir dabei, wieder zu einer inneren Ruhe zu kommen. Südafrika ist ein tolles Land, um das zu erleben Jeder Tag, den ich hier bin, ist angefüllt mit Erlebnissen in der Natur. Raus aus den eigenen vier Wänden. Raus aus der gewohnten Umgebung. In neuer Umgebung ist es oft einfacher 

 

 

Ein Appell für dich, etwas zu nutzen was dir einfach so zur Verfügung steht. Was du jede Minute, jede Sekunde deines Tages, für dich einsetzen kannst. In diesem Sinne schließe ich für heute. Ich freue mich natürlich, wenn dir die Folge gefallen hat. Ich freue mich, wenn ich dich ermutigen konnte rauszugehen und Natur zu erleben. Gerade jetzt im Frühling. In diesem Sinne sage ich heute Tschüss. Deine Sabine.  

 

Shownotes:

Themenwünsche kannst du mir gerne an sabine@bimmler.comsenden.

Dieser Podcast Reif für die Couch? gibt Dir Ideen und Hilfe zu den folgenden Krankheitsbildern und Symptomen: Depression, Angst, Angststörung, Angstzustände, Soziale Phobie, Erschöpfung, Burnout, Burn-Out, Panik, Panikstörung, Panikattacken, Grübeln, Sorgen, Stress, Zwänge, Zwangsstörung, Achtsamkeit.

Der Podcast Reif für die Couch? verknüpft Erkenntnisse aus der Psychotherapie, insbesondere der Verhaltenstherapie und der Psychologie. Mein Ziel ist es der beste Psychologie Podcast zur werden. Inspiriert wurde ich durch großartige Vorreiter wie Laura Malina Seiler mit Happy Holy Confident, Tobias Beck mit Bewohnerfrei und dem Podcast von gedankenTanken.

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Deine Sabine