Blog 03 – Gefühle wirken auf Verhalten und Körper.

Gedanken, Gefühle, Verhalten hängen zusammen. Stell‘ dir das Ganze als ein Dreieck vor. An einer Ecke stehen die Gedanken. Die zweite Ecke des Dreiecks steht für die Gefühle. Die dritte Ecke des Dreiecks symbolisieren das Verhalten und den Körper des Menschen. Diese drei Dinge stehen in enger Wechselwirkung miteinander. Das heißt, die Art, wie wir denken, hat direkten Einfluss auf unsere Gefühlswelt. Und es hat auch einen direkten Einfluss darauf, wie wir uns verhalten, beziehungsweise wie unser Körper sich anfühlt.

 

Ich mache das wieder am Beispiel der Hilflosigkeit fest. Wenn wir starke Hilflosigkeit erleben, sorgt das auf der körperlichen Ebene dafür, dass wir kraftlos sind. Der Muskeltonus sinkt, die Schultern hängen, wir sacken körperlich zusammen. Wir finden keine Kraft auszustehen und uns zu wehren (Verhalten). Und auf der Gefühlsebene entstehen neben Hilflosigkeit vielleicht Verzweiflung, Traurigkeit, Ängste.

 

Analysiere doch deine aktuelle Situation einmal anhand der folgenden Fragen: „Was sind meine Gedanken, die sich im Augenblick wieder und wieder wiederholen? Zu welcher Art von Gefühlen führt das bei mir? Welche Gefühle erlebe ich im Augenblick häufig?“ Körper und Verhalten: Welche körperlichen Empfindungen entstehen dabei? Wie verhalte ich mich deswegen?

 

Meine Beispiel-Klientin Petra (du kennst sie schon aus den letzten 2 Blog-Artikeln) musste zum Beispiel unheimlich viel weinen. Sie entwickelte auch Verspannungen im Schulter- und Rückenbereich. Auch ihr Magen rebellierte oft, sie hatte keinen Hunger, wenn sie viel grübelte.

 

Also: Male dir einfach mal das Dreieck auf. Prüfe, welche Art von Gedanken sich im Augenblick in deinem Leben stetig wiederholen. Schreib die zwei wichtigsten davon neben der „Gedankenecke“ des Dreiecks auf. Und als nächstes überlege dir: Was für Gefühle sind mit diesen Gedanken verbunden? Und was macht das auf der Verhaltens- und auf der körperlichen Ebene? Du kannst dir da ganz konkrete Situationen raussuchen, zum Beispiel: Du hast dich gerade mit jemandem gestritten oder ähnliches.

 

Warum sind diese Grübeleien eigentlich so stabil? Die Wechselwirkung zwischen Gedanken, Gefühlen und Verhalten ist sehr stabil. Und dieses System gilt es zu „knacken“. Eine Idee, wie du das „knacken“ kannst, stelle ich dir in einer nächsten Folge des Podcasts vor. Höre doch mal rein und übe.

 

#004 Gedanken, Gefühle, Verhalten… wie hängt das zusammen

 

Erklärungen und Übungen dazu findest du auch in meiner Facebook-Gruppe ACT: Das Leben lieben. Du bist herzlich willkommen.

 

https://www.facebook.com/groups/394884211095110

 

 

Danke, dass du dir heute die Zeit genommen und hier gelesen hast. Du hast etwas für dich getan. Das ist super!

 

Ich wünsche Dir einen wunderbaren Tag und ich hoffe, dass du es heute schaffst, einen Filter aufzusetzen, der dich all das sehen lässt, was in deinem Leben gut ist. Und das können manchmal Kleinigkeiten sein. Ein Mensch, der dich anlächelt, ein schönes Bild im Himmel, vielleicht das Wetter draußen, ein Sonnenstrahl, der dich trifft oder einen leckeren Tee, den du dir irgendwo gönnst. Oft liegt das Glück in den kleinen Dingen.

 

Deine Sabine