Blog #000 Podcast – Der Einstieg

Hallo! Herzlich willkommen bei reif für die Couch, dem Podcast für Psychotherapie und Psychologie. Wenn du zu den Menschen gehörst, deren Leben irgendwie in einen Ausnahmezustand geraten ist – dann bist du hier richtig. Heute in der ersten Folge möchte ich dir gerne erklären, was dieser Podcast für dich tun kann und wer ich bin, die Person hinter dem Podcast. Mein Name ist Sabine Bimmler. Ich bin Diplom-Psychologin, habe lange als systemischer Coach in der Wirtschaft gearbeitet und dort Personen in ihrer persönlichen Entwicklung begleitet. Rund um meinen 40. Geburtstag hat mich noch einmal die Lust gepackt, meine Ausbildung weiter voranzutreiben. Und ich habe eine vierjährige Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin gemacht. Seit letztem Jahr habe ich eine eigene Praxis hier in Köln und dort entstand auch die Idee zu diesem Podcast.

Wieso ein Podcast dieser Art? Reif für die Couch? – ein Gefühl der Überforderung, dass sich hier ausdrückt. In meiner Praxis bekomme ich immer wieder die Rückmeldung von meinen Klienten: „Das hat mir sehr geholfen.“ oder „Das ist sehr klar. Das ist sehr auf den Punkt.“ und „Die Gespräche tun einfach wahnsinnig gut und geben endlich Orientierung“. Und da habe ich gedacht – was einigen hilft, hilft vielleicht auch vielen, in Form eines Podcasts. Zudem gibt es eine große Unsicherheit auf der Klientenseite… Klientendas sind all die Menschen, die zu mir ins Coaching oder in die Praxis kommen. Der meist gesagte Satz in Stunde 1 ist „Ich bin nicht verrückt.“ Viele Klienten formulieren das so, weil sie sich schon sehr lange mit der Idee beschäftigen eine Psychotherapie zu machen, aber die Stigmatisierung fürchten.

Oder diese Menschen finden gar keinen Therapieplatz, denn in diesem Land, in dem ganz vieles möglich ist, sind Therapieplätze tatsächlich sehr sehr rar gesät. Im Augenblick geht da im Gesundheitssystem so einiges vor sich, was dazu führen wird, dass es noch schwieriger wird einen Therapieplatz zu kommen- zumindest für gesetzlich versicherte Personen. Aber darüber wollen wir heute nicht reden, denn wir können es hier nicht ändern. Stattdessen widmen wir uns der Frage: Bist du Reif für die Couch?. Dabei würde ich dich gerne begleiten.

Ich liebe Podcasts und es gibt bisher noch keinen Podcast der sich mit dieser Frage beschäftigt. Wir haben relativ viele Podcasts die Persönlichkeitsentwicklung unterstützen. Selbsthilfe Podcasts,  Werde- glücklicher-Podcasts. Da gibts echt tolle Dinge auf dem Markt, aber oft geht es mehr darum, sein Leben auf das nächste Level zu heben. Die Menschen mit denen ich zu tun habe, wären froh wenn ihr Leben überhaupt ein Level erreichen würde, in dem sich das Leben irgendwie lebenswert anfühlt. Deswegen – glaube ich- braucht es etwas, was doch mehr auf Krise und Leid fokussiert ist. Aber auch hier natürlich auf Lösung und Entwicklung. Viele Dinge, die auch in den anderen Podcast genannt werden, wiederholen sich hier.  Weil sie wichtig und hilfreich sind. Sie werden nur in einen anderen Kontext gestellt und nochmal ergänzt.  Ich selbst liebe Podcasts und höre sie immer und überall, finde viele wirklich knackig und gut gemacht. Wann immer die mir einen Mehrwert geben, bin ich dabei.

 

Die meisten Menschen, die sich an mich wenden, sind unglaublich erschöpft. Viele haben die Idee, dass sie erschöpft sind, weil sie plötzlich Symptome haben, weil sie Depressionen oder Ängste entwickeln. Ich stelle aber sehr oft fest, in der Arbeit mit diesen Menschen, dass sie schon vorher sehr erschöpft waren. Die Symptome sind nur noch dazugekommen. Diese Unterscheidung ist ganz wichtig und da würde ich dich bitten, einmal in dich zu gehen und nachzuhören. Bist du auch auf dem Weg, dass du einfach nur Symptome wegmachen willst? Dieser Ansatz ist wenig nachhaltig. Ich würde dir raten zu schauen, was war davor, wo hat die Schieflage begonnen. Was war eigentlich zuerst da? Die Symptome solltest du als etwas betrachten, was dir den Weg weist, dass sich etwas ändern muss in deinem Leben.

Wie will ich dir helfen mit diesem Podcast? Ich stelle dir mein Wissen, all meine Erfahrungen zur Verfügung und ich hoffe, ich tue das sprachlich in einer leichten Art und Weise. Bei all der Schwere der Themen, die dich bewegen, und die auch hier immer wieder Thema sein werden, finde ich dürfen der Humor und die Leichtigkeit nicht zu kurz kommen. Denn jeder Moment, der dich zum Lächeln oder zum Schmunzeln bringt, ist schon ein guter Moment. Denn ich nehme an, wenn du in einem Ausnahmezustand bist, das Lächeln und Schmunzeln in deinem Leben rar geworden sind. Die Themen, die ich in diesem Podcast besprechen werde, orientieren sich gerade zu Beginn am Ablauf einer Therapie. Das heißt ich beginne in der Folge eins mit: Was steht eigentlich am Anfang? Was passiert in den ersten vier Sitzungen? Warum ist das wichtig? Ich werde versuchen immer wieder Beispiele einzubringen, die ich aus Alltag meiner Klienten habe. Natürlich anonymisiert. Dann gibt es sogenannte „Klassiker“ aus dem therapeutischen Alltag, die hier natürlich auch vorkommen werden, weil sie einfach für viele Menschen in Ausnahmezuständen und Krisensituationen hilfreich sind. Wir gucken auch mal auf die klassischen psychischen Erkrankungen oder psychische Störungen, wie wir es Fachjargon heißt. Ängste, Depressionen und so weiter. Und wir schauen auf deine Themen. Deswegen ist es für mich umso wichtiger, dass du mich wissen lässt, was dich bewegt und was du dir wünscht. Ich kann zwar nicht auf individuelle Schicksale und Problemstellungen eingehen. Aber ich kann das Ganze verallgemeinern und in einen Kontext setzen, vielleicht an einem Beispielpatienten erklären und Dir so doch helfen. Ich bin in den sozialen Medien unterwegs. Du erreichst mich über vielfältige Kanäle.

Ja, warum mache ich diesen Podcast noch? Ich erkläre meinen Patienten unheimlich oft immer wieder das Gleiche. Was nichts damit zu tun hat, dass sie das nicht verstehen oder nicht direkt umsetzen wollen. Sondern viele Dinge brauchen einfach Zeit. Und ich habe die ganz pragmatische Idee, dass ich meinen Patienten sagen werde: „Hey, hören oder lesen Sie doch nochmal in den nächsten Tagen in die Folge … rein. Da fasse ich das alles noch einmal sehr anschaulich zusammen. Ich habe noch so viele andere Ideen, was ich in der Therapiesitzung gerne machen würde. Und eine Therapie besteht ja immer aus 50 minütigen Sitzungen pro Woche – zumindest im Durchschnitt. Und das ist nicht viel, wenn man Menschen auf ihrem Weg begleitet , gerade wenn diese in Krisensituationen unterwegs sind. Das heißt auch, meinen Patienten erkläre ich: die Therapie findet außerhalb des Therapieraums statt. Das heißt die Zeit zwischen den Sitzungen 24 Stunden 7 Tage die Woche ist auch Therapie. Wir halten eigentlich nur inne, in diesen 50 Minuten pro Woche. Und besprechen wie es gelaufen ist und besprechen vor, was in der nächsten Woche ansteht.

Was ist noch wichtig, um an diesem Podcast und Blog seine Freude zu haben, um hier Unterstützung und Hilfe zu finden. Der Podcast kann keine Therapie ersetzen. Er kann sie vorbereiten Er kann sie begleiten. Er kann auch deine Selbsthilfekräfte aktivieren.

So, nun schließe ich. Die Folge ist tatsächlich länger geworden, als ich das beabsichtigt habe. Ich wünsche dir einen schönen Tag. Was immer gerade bei dir auch los ist. Versuch auch ein paar gute Dinge zu sehen und dich an Kleinigkeiten zu erfreuen. Bis zum nächsten Mal. Pass auf dich auf.

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